„Deine Tochter wäre auch lieber ein Junge geworden!“
Hat sie gesagt.
Hat sie gemeint.
Hat sie geglaubt.
Der Grund?
Ein Bagger.
Ein verdammter Bagger.
Denn typisch Mädchen heißt doch …
Lila, pink, am besten mit Glitzer.
Puppen, Tanzen, Reiten – ja, das schickt sich so.
Und typisch Jungs heißt …
Blau, grün, auf gar keinen Fall Glitzer.
Autos, Fußball, Kampfsport – klar, logisch, so läuft das.
Mädchen sind ängstlich, empfindlich, verletzlich.
Sie sind fürsorglich, sensibel, brav.
Malen, basteln, spielen Mutter-Vater-Kind.
Jungs sind mutig, stark, übermütig.
Sie sind wild, risikobereit, rücksichtslos.
Können besser rechnen, sind sportlicher, spielen Krieg.
Sagen die.
Denken die.
Wollen die so haben.
Aber meine Kinder?
Die passen nicht.
Nicht in eure rosa-blauen Schubladen.
Nicht in eure engen Klischees.
Und wisst ihr was?
Ich bin verdammt stolz darauf.
Weil Farben für alle da sind.
Weil Hobbys für alle da sind.
Weil meine Tochter am Montag im Glitzerkleid tanzt
und am Dienstag in der Arbeitshose Traktor fährt.
Weil mein Sohn Feuerwehrautos liebt
und trotzdem den Puppenwagen durch die Wohnung schiebt.
Weil er in einem Shirt mit pinkem Einhorn zum Turnen geht
und das einfach egal ist.
Denn „Ich kann alles schaffen und sein, was ich will“
Sagen wir jeden Morgen.
Laut.
Stolz.
Weil es nicht zählt, ob die Gesellschaft zufrieden ist.
Sondern ob meine Kinder es sind.
Typisch Mädchen?
Typisch Junge?
Nein.
Typisch sie selbst.
Und das ist genau richtig so.
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